Kleines Palfelhorn

Kleines Palfelhorn mit Wimbachgries
Das Kleine Palfelhorn (auch Palfenhorn, Balfenhorn, Palvenhorn) ist ein 2073 m hoher Gipfel in den Berchtesgadener Alpen.
Das Kleine Palfelhorn liegt, wie auch das Große Palfelhorn (2222 m, südlich, zusammen Palfelhörner genannt), am Ende des Berchtesgadener Wimbachtals.
Nördlich erhebt sich der Hochkalter, nordöstlich der Watzmann, südöstlich der Große Hundstod, nordwestlich die Hocheisspitze.
Die Palfelhörner bilden mit dem südwärtigen Seehorn (2321 m) im Weißbachtal bei Lofer eine kleine Untergruppe. Diese wird bayrischerseits zur Südlichen Wimbachkette des Hochkaltergebirges gerechnet, österreichischerseits üblicherweise zum Steinernen Meer.
Der Name steht zu Palfen ‚Fels‘. Der brüchige Ramsaudolomit gibt dem Gipfel sein Aussehen.
Das ins Wimbachgries vorgelagerte Kleine Palfelhorn ist dem Kletterer vorbehalten und wird wegen seiner extremen Brüchigkeit selten besucht. Der Weg der Erstbesteiger Franz von Schilcher, Johann Punz und J. Schöttl (1885) ist nach einem Bergsturz nicht mehr begehbar. Er galt seinerzeit neben der Ostwand des Watzmann als schwierigste Bergfahrt der Berchtesgadener Alpen. Der derzeitige Normalweg ist der Abstieg der Erstersteiger und erfordert Kletterei im zweiten Schwierigkeitsgrad. Georg Weiß (1877–1937), der große Berchtesgadener Ski-Pionier, bestieg das Kleine Palfelhorn mehr als 80 Mal.

Tatort: Armer Nanosh

Armer Nanosh ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom Norddeutschen Rundfunk unter der Regie von Stanislav Barabášs produziert und am 9. Juli 1989 erstmals ausgestrahlt. Es handelt sich um die 220. Tatort-Folge. Für den Kriminalhauptkommissar Paul Stoever (Manfred Krug) ist es der 11. Fall. Für seinen Kollegen Peter Brockmöller (Charles Brauer) ist es der 8. Fall, in dem er ermittelt.

Valentin Sander, von seiner Zigeunerfamilie Nanosh genannt wird, ist ein angesehener Bürger Hamburgs und Besitzer eines großen Kaufhauses. Da er sehr für die Künstlerin Ragna Juhl schwärmt, stellt er ihre Bilder und Skulpturen in einer Galerie in seinem Kaufhaus aus. Seine Frau ist davon absolut nicht begeistert und auch mit seinem Lieferanten Bleichertz ist er sich in letzter Zeit uneins, weil dieser ebenfalls um Ragna Juhl wirbt. Als sich die Situation zuspitzt, verlässt Sander wegen der Künstlerin seine Frau und zieht zu seiner Angebeteten. Doch es dauert nicht lange und sie geraten in Streit. Sie fühlt sich von ihm eingeengt und er will sie nur für sich. Dabei weiß er, dass auch sein Sohn Georg in Ragna verliebt ist.
Yanko, das Oberhaupt der Sippe, bestellt seinen Neffen Nanosh zu sich. Er legt ihm nahe das Land zu verlassen, da er im Polizeifunk erfahren hat, dass Ragna Juhl tot aufgefunden wurde. Da Nanosh am Abend noch bei ihr war und kein Alibi hat, wird die Polizei ihn, seiner Meinung nach, verdächtigen. Noch ehe Sander zustimmen kann erscheint schon die Polizei im Lager der Zigeuner und sucht ihn, sodass er notgedrungen untertauchen muss.
Die beiden Kommissare Stoever und Brockmöller erfahren, dass Sander seinen ältesten Sohn Moritz in einer Nacht-und Nebel-Aktion dazu bestimmt hat, ab sofort seine Geschäfte in seinem Kaufhaus zu übernehmen. Der Prokurist, Heinrich Frohwein, ist darüber schockiert und befürchtet, dass die Banken ihre Kredite zurückziehen werden und ein Konkurs droht. Von ihm erfahren die Ermittler Details aus Sanders Vergangenheit. So hatte ihn, ein reicher Kaufmann Sander adoptiert und ihn damit vor der Deportation im Dritten Reich gerettet. Sein leiblicher Vater hatte das Konzentrationslager der Nationalsozialisten nicht überlebt und damit wurde sein Onkel Yanko das Oberhaupt der Sippe. Der ist jedoch verärgert darüber, dass sein Neffe sich von seinen „Wurzeln“ abgewandt hat. Zumal er Nanoshs Vater seinerzeit versprochen hat, dass sein Sohn später die leitende Rolle innerhalb der Sippe übernehmen sollte.
Den Zusammenhalt der Zigeuner will Stoever ausnutzen, um Sander zu finden. Er nimmt kurzerhand seinen Sohn Georg unter Mordverdacht fest und hofft, dass sein Vater sich daraufhin stellen wird. Der Plan geht auf. Sander erscheint auf dem Polizeirevier und gesteht den Mord, den er mehr als Unfall betrachtet. Für Stoever ergeben sich mit dem Geständnis auch Widersprüche und er beschäftigt sich noch einmal mit dem Prokuristen, Heinrich Frohwein. Er hatte ihn als ehrgeizigen Angestellten kennengelernt und aus seinen Worten herausgehört, dass er innerlich einen großen Hass auf Zigeuner hat. So konfrontiert Stoever ihn mit seiner Vermutung, dass er den letzten Streit von Sander mit der Künstlerin ausgenutzt und dass er sie umgebracht hätte.
Ehe er Frohwein jedoch festnehmen kann, springt er in einem unbeobachteten Moment von seiner Dachwohnung aus in den Tod.
Dieser Tatort ist der zweite Fall des Ermittler-Duos Stoever und Brockmöller aus dem Jahr 1989 und zugleich ihr letzter vor der politischen Wende in Deutschland. Eine Quote liegt nicht vor.
Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben eine mittlere Wertung (Daumen zur Seite) und befanden: „Spannender, aber zwiespältiger Fall“.
Haie vor Helgoland (1984) | Gelegenheit macht Liebe (1984) | Irren ist tödlich (1985) | Leiche im Keller (1986) | Tod auf Eis (1986) | Tod im Elefantenhaus (1987) | Voll auf Haß (1987) | Spuk aus der Eiszeit (1988) | Pleitegeier (1988) | Schmutzarbeit (1989) | Armer Nanosh (1989) | Lauf eines Todes (1990) | Zeitzünder (1990) | Finale am Rothenbaum (1991) | Tod eines Mädchens (1991) | Blindekuh (1992) | Experiment (1992) | Stoevers Fall (1992) | Amoklauf (1993) | Um Haus und Hof (1993) | Ein Wodka zuviel (1994) | Singvogel (1994) | Tod eines Polizisten (1995) | Tödliche Freundschaft (1995) | Der König kehrt zurück (1995) | Tod auf Neuwerk (1996) | Fetischzauber (1996) | Lockvögel (1996) | Parteifreunde (1996) | Ausgespielt (1997) | Mord hinterm Deich (1997) | Undercover-Camping (1997) | Arme Püppi (1998) | Schüsse auf der Autobahn (1998) | Habgier (1999) | Traumhaus (1999) | Der Duft des Geldes (1999) | Blaues Blut (2000) | Rattenlinie (2000) | Der schwarze Skorpion (2000) | Tod vor Scharhörn (2001)

Pottok-Pony

Das Pottok-Pony [‚pocok] ist eine alte, seltene Ponyrasse aus dem Baskenland. Pottok, mit bestimmtem Artikel auch Pottoka, bedeutet in der baskischen Sprache „kleines Pferd“. Die Tiere leben noch heute halbwild in den westlichen Pyrenäen, sowohl in Frankreich als auch in Spanien. In Spanien sind sie auch unter dem Namen Poni Vasco Navarro bekannt, da sie in den autonomen Regionen Baskenland und Navarra gehalten werden.

Hintergrundinformationen zur Pferdebewertung und -zucht finden sich unter: Exterieur, Interieur und Pferdezucht.
Reinrassige Pottok-Ponys nach französischem Rassestandard „Sektion A“ werden wie folgt beschrieben:
Schimmel treten nicht auf.
Ausgezeichnete Gesundheit, Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und Umgänglichkeit. Außerordentlich genügsam, hart und widerstandsfähig. Zur ganzjährigen Freilandhaltung bei Vorhandensein einer Schutzhütte geeignet. Pottok sind sehr intelligente und charaktervolle Ponys.
In Frankreich wird seit 1970 ein Stutbuch geführt, in Spanien sind sie seit 1995 als eigenständige Rasse anerkannt. Ihre Zucht erfolgt in Gestüten, aber auch in den Baskischen Bergen, wo eine Selektion der robustesten, klügsten und stärksten weiterhin durch die Natur erfolgt. In den Gestüten werden auch Araber und Welsh-Pony Hengste zur Veredelung der Rasse eingekreuzt. Diese Fohlen werden in Frankreich als Pottok Sektion B geführt und müssen mindestens 50 Prozent reines Pottokblut führen. In Spanien wird noch stärker unterschieden. Dort gilt als Pottoka Typ A nur der ursprüngliche Typ in den Fellfarben Schwarz und Braun mit einem Stockmaß von 130 Zentimeter oder kleiner. Im Typ B sind alle reinrassigen Pottokas ohne Farbeinschränkung mit einem Stockmaß bis 140 Zentimeter. Im Typ C sind Ponys mit mindestens 50 Prozent reinem Pottoka Blut und einem Stockmaß vom 147 Zentimeter erlaubt. In der Schweiz werden Pottok seit 1998 gezüchtet. Seit dem Jahr 2000 wird in der Schweiz ein eigenes Zuchtbuch geführt, welches als einziges ausländisches Zuchtbuch von dem Mutterstutbuch anerkannt ist. Seit 2004 ist der schweizerische Pottokverein eine Sektion des „Schweizerischen Verbandes für Ponys und Kleinpferde SVPK“, der seither auch das Zuchtbuch für die Pottok in der Schweiz führt. Gezüchtet wird nach französischen Vorgaben.
Pottok waren für lange Zeit für die Bauern ein „Nebenprodukt“ der Berge. Dort lebten sie in Herden, sich selbst überlassen. Einmal im Jahr wurden sie zusammengetrieben und aussortiert. Neben der Verwendung als Reit- und Fahrponys, wurden sie oft für den Schmuggel zwischen Frankreich und Spanien eingesetzt, mussten in den Kohlebergwerken die Wagen ziehen. Noch immer werden sie als Fleischlieferant genutzt, sie werden aber auch zum Vergnügen gehalten und in der Freizeitgestaltung eingesetzt. Man trifft sie jedoch auch in allen Bereichen des Pferdesports, wo sie ihre Leistungsfähigkeit am besten unter Beweis stellen können, wie diverse gewonnene Meistertitel zeigen.
Der baskische Name der Schlümpfe lautet „pottokiak“, das Pottok-Pony ist auch das Maskottchen der Rugbymannschaft Aviron Bayonnais.

The Morning Spider

The Morning Spider ist eine britische Kurzfilmkomödie von Claude Chagrin aus dem Jahr 1976.

Eine Spinne hofft auf einen Fang in ihrem Netz, doch sind die Fäden für die kleinsten Fliegen nicht eng genug gespannt. Eine blaue Libelle setzt sich unweit des Netzes zur Ruhe und fliegt davon, als sich die Spinne an sie hängen will. Eine Raupe ignoriert die Spinne und mehrere Fliegen lachen sie aus, während sie darauf achten, stets außerhalb der Spinnenreichweite zu sein. Ein Mückenschwarm sticht die Spinne und eine Hummel zerstört schließlich das Netz. Die Spinne legt sich deprimiert in die Netzreste, die nun nur noch als Hängematte dienen. Nachts macht ein Grillenrudel Lärm und auch der Tausendfüßler, der geräuschvoll sämtliche Strümpfe von seinen Füßen abzieht, lässt die Spinne nicht schlafen. Schließlich kommt ein Sturm auf und auch der Rest des Netzes wird zerstört.
Am nächsten Morgen versucht die Spinne vergeblich, ein neues Netz zu spinnen. Mit einem kleinen Netzschirm kann sie schließlich die Libelle fangen, lässt sich jedoch von ihrem bittenden Blick erweichen. Die Libelle entkommt. Kurz darauf entdeckt die Spinne einen einzelnen Netzfaden, dem sie folgt. Das Männchen erscheint nach einer Weile am Netz eines roten Spinnenweibchens. Dieses reagiert zunächst unfreundlich, findet das Spinnenmännchen aber sympathisch, als es auf dem Netz der Spinnenfrau Melodien zu spielen beginnt. Spinnenmännchen und -weibchen kommen sich näher. Die traute Zweisamkeit wird jäh unterbrochen, als vor dem Netz eine glühende Zigarettenkippe landet. Alle Insekten nehmen eilig Reißaus.
The Morning Spider war nach The Concert (1974) und The Christmas Tree (1975) der letzte von drei Filmen, die Julian Chagrin Mitte der 1970er-Jahre mit seiner damaligen Ehefrau Claude drehte. Chagrin hatte in Paris das Pantomimenspiel erlernt; der Film besitzt keine Dialoge. Der Film wurde erstmals 1976 veröffentlicht und lief unter anderem als Vorfilm zu Taxi Driver in den Kinos.
The Morning Spider wurde 1977 für einen Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert. Er gewann sowohl Preise auf dem Cork International Film Festival als auch dem Edinburgh Film Festival (Bester Film).

The Earth Is Not a Cold Dead Place

The Earth Is Not a Cold Dead Place ist das dritte Album der Post-Rock Band Explosions in the Sky, welches am 4. November 2003 veröffentlicht wurde.

Explosions in the Sky passten „Your Hand in Mine“ für den Soundtrack Friday Night Lights an, zusammen mit anderem Material, das für den Film erstellt wurde. Sie kürzten das Stück von mehr als acht Minuten auf etwa vier Minuten und ergänzten es mit Streicherbegleitung. Teile des Titels, insbesondere das Crescendo bei Minute 6:18 wurden in einer Reihe von Fernsehwerbespots und Radiowerbespots des Energiekonzerns „Reliant Energy“ genutzt. Außerdem wurde der Track im Segment „Local on the 8s“ des Anbieters von Wettervorhersagen The Weather Channel von Juli bis August 2011 und Januar bis Februar 2012 verwendet.
„The Only Moment We Were Alone“ ist im Trailer des Filmes Australia, im Dokumentarfilm Love the Beast, und in Michael Moores Film Capitalism: A Love Story enthalten.
„First Breath After Coma“ wurde 2009 in der Promotion des Fernsehsenders „Versus“, in einem Clip des Sport-Networks „Big Ten Network“, in der Werbung des Sportartikelherstellers Under Armour, und im Outro des Skatevideos „Good and Evil“ verwendet. Der Regisseur Shawn Levy nutzte den Titel beim Filmdreh von Real Steel um Schauspieler Dakota Goyo zum Weinen zu bringen.

Johannes Flöck

Johannes Flöck (* 19. April 1968 in Koblenz) ist ein deutscher Comedian und Moderator.
Johannes Flöck tourt seit 2002 durch Deutschland, entweder mit seinem Solo-Programm Goldig oder mit den 3Comedians (zusammen mit Mario Barth, Ausbilder Schmidt). Er ist regelmäßiger Gast in der Comedysendung NightWash (Comedy Central).
2003 belegte er den 2. Preis beim FFN Comedy-Award (Kat. New) und war Halbfinalist bei Star Search (Sat.1), 2004 Finalist beim Hamburger Comedy Pokal.
Vom 15. Oktober 2005 bis zum 16. Dezember 2005 war er im neunköpfigen Team der RTL-Produktion RTL Comedy Nacht.
Aktuell ist er im ZDF-Wissensmagazin Klar! Wissen ist gut. als Außenreporter zu sehen und mit regelmäßigen Auftritten bei NightWash (Comedy Central) und Quatsch Comedy Club (ProSieben).
Seit 2007 tourt er mit seinem aktuellen Soloprogramm Früher war ich Jünger durch die Republik.
Flöck bedient sich bei seinen Auftritten immer wieder des Wortwitzes. Er fragte sich z. B. bei einer seiner Shows warum es Joggen gehen heiße?
Sein Lispeln ist über die Jahre sein unverwechselbares Markenzeichen geworden.

Konstantinos Nikolopoulos

Konstantinos Agathophron Nikolopoulos (griechisch Konstandínos Agathófron Nikolópoulos Κωνσταντίνος Αγαθόφρων Νικολόπουλος, in Frankreich auch Constantine Nicolo-Poulo; * 1786 in Smyrna; † 1841 in Paris) war ein griechischer Komponist, Musikwissenschaftler, Schriftsteller und Philologe.
Nikolopoulos war der Sohn eines gebildeten Flüchtlings aus Andritsena. Die Kindheit verbrachte er in seiner Heimatstadt Smyrna, wo er auch einige Jahre an der berühmten Evangelikí Scholí (Ευαγγελική Σχολή, etwa ‚Evangelisches Institut‘) studierte. 1806 begab sich die Familie nach Paris, Nikolopoulos wurde Bibliothekar am Institut de France, widmete sich aber nebenher privaten Studien. Gleichzeitig engagierte er sich in der philhellenischen Bewegung für einen eigenen griechischen Staat auf der Basis des antiken kulturellen Erbes. So war er Mitglied der Filiki Eteria, des Elliniko Komitato (Ελληνικό Κομιτάτο) und der Philomusengesellschaft.
Nach dem Tod seines Vaters vermachte er 1838 dessen gesamte private Bibliothek (rund 3.500 Bände) der Stadt Andritsena, wo sie zur Grundlage der heute nach ihm benannten Stadtbibliothek wurde. Noch bevor Nikolopoulos einer Einladung der Stadt Andritsena folgen konnte, starb er 1841 plötzlich und unerwartet an Wundstarrkrampf.
Nikolopoulos war als Forscher über die Musik des Antiken Griechenland wie als Herausgeber antiker Autoren tätig; als Schriftsteller verfasste er vor allem patriotische Aufrufe an die Griechen zum Aufstand gegen die Tourkokratia.
Sein kompositorisches Schaffen bestand hauptsächlich in Kompositionen auf antike griechische Texte für Solostimmen oder Chor und Klavier in Form von Hymnen oder szenischen Kantaten, so vertonte er ein Jahr vor seinem Tod die Olympische Ode Pindars. Außerdem verfasste er vokale Salonmusik in Form von Romanzen und Liedern, einige Bedeutung haben seine liturgischen Musiken für den orthodoxen Gottesdienst, die frühe polyphone Elemente ausweisen, darunter ein Kyrie eleison, ein Kyrie soson tous eusebeis und Ten Oraioteta.

Richard Monckton Milnes, 1. Baron Houghton

Richard Monckton Milnes, 1. Baron Houghton (* 19. Juni 1809 im Londoner Stadtteil Mayfair; † 11. August 1885 in Vichy) war britischer Literat, Mäzen, Politiker und Sammler erotischer Literatur.

Richard Monckton Milnes war der Sohn von Robert Pemberton Milnes (1784 – 1858), der nach einer anfänglich glänzend erscheinenden Karriere im House of Commons dort bald in der Bedeutungslosigkeit versank und sich 1818 aus der Politik zurückzog.. Seine Mutter war Henrietta Maria Monckton († 1847).
Da er ein empfindsames Kind war, fand sein Unterricht zu Hause in Hundhill Hall in der Nähe von Doncaster statt. 1827 schrieb er sich am Trinity College in Cambridge ein, das auch schon sein Vater besucht hatte. Hier wurde er Mitglied der Cambridge Apostles, zu denen in seiner Zeit auch die späteren Lyriker Tennyson und Hallam gehörten. In dieser Zeit galt sein Interesse vor allem Shelley und John Keats, dessen literarischen Nachlass er 1848 Jahren herausgab.
Im Anschluss daran schrieb er sich an der neu gegründeten University of London ein, um danach zu einem Studienaufenthalt an die Universität in Bonn zu gehen. In dieser Zeit, den frühen 1830er Jahren, reiste Milnes viel. Zu seinen Stationen gehörten auch Italien, Griechenland und das Osmanische Reich. Diese Aufenthalte inspirierten ihn zu Gedichten und Reflexionen, die er in diesen Jahren veröffentlichte.
1837 wurde er als Vertreter der Stadt Pontefract ins House of Commons gewählt, ein Amt, das er bis zu seiner Ernennung zum Peer 1863 beibehielt. Unterstützte er zu Anfang die konservative Politik von Sir Robert Peel (beispielsweise bei der Abschaffung des Zolls auf Getreide im Jahr 1846), so wandte er sich später von dessen Positionen ab und der Partei der Liberalen unter ihrem Parteiführer Lord John Russell zu. Milnes politischen Interessen lagen dabei im Bereich der Sozialpolitik, so setzte er sich beispielsweise für die Abschaffung der Todesstrafe oder die Rücknahme des 1864 erlassenen Gesetzes zur Eindämmung von Geschlechtskrankheiten ein. Auch wirkte er an der Urheberrechtsreform von 1842 mit. Seiner Initiative entstammte eine Gesetzesvorlage, die 1846 zur Einrichtung von Besserungsanstalten für straffällig gewordenen Jugendliche führte; Milnes selbst wurde Vorsitzender einer derartigen Einrichtung in Redhill. Seine rhetorischen Qualitäten jedoch waren begrenzt: “Milnes’s parliamentary speeches were a signal for emtyfing the House’, Emerson noted in 1848.‘He makes bad speeches of exquisite infelicity, & joins in the laugh against himself’ (Journals, 10.530-31)” (dt.: „Milnes Parlamentsreden waren ‚ein Signal für das Haus, sich zu leeren‘, schrieb Emerson 1848. ‚Er hält schlechte Reden mit erlesenen Unglücksfällen und stimmt in das Gelächter gegen ihn ein‘ (Tagebücher)“)
Nachdem er in den Jahren 1842/43 erneut nach Griechenland und ins Osmanische Reich gereist war, entstand seine Gedichtsammlung “Palm Leaves” (dt.: „Palmblätter“), die wenig positiv aufgenommen wurde: “His ambitious attempt to write poetry in an oriental tone idealizing ‘Muhammadanism’ was not acclaimed. (…) Overall, Milnes’s poetry was thoughful, cultivated, but uninspired; his minor poems and lyrics are usually more sucessfull. His few late verses, such as the elegy on David Livingstone (1873), are poor.” (dt.: „Sein anspruchsvoller Versuch, Dichtung im orientalischen Tonfall, die den ‚Mohammademismus‘ idealisierte, zu schreiben, fand wenig Beifall. (…) Insgesamt ist seine Dichtkunst nachdenklich, kultiviert und einfallslos; seine kleineren Gedichte und Liedertexte sind gewöhnlich erfolgreicher. Seine wenigen späten Verse, wie die Totenklage auf David Livingstone (1873), sind dürftig.“)
Einen Namen machte er sich jedoch als Gastgeber: Seine Frühstücke waren berühmt, denn auf ihnen trafen sich die Begabten, Reichen und Berühmten, unter ihnen Literaten und Künstler, Politiker, Reisende und Abenteurer oder andere Persönlichkeiten der Zeit. Auch war er ein stetiger Förderer von jungen literarischen Talenten, denen er versuchte, mit Kontakten, Aufträgen, Stellen oder Geldmitteln zu helfen. Für Tennyson erwirkte er eine Pension, David Gray ermöglichte er den Aufenthalt in einem Sanatorium, und dem Autor Coventry Patmore verschaffte er eine Anstellung im Britischen Museum.
Nachdem er sich 1848 in George Sand (geboren 1804) vernarrt und im Folgejahr erfolglos um die elf Jahre jüngere Florence Nightingale geworben hatte, heiratete er 1851 Annabella Hungeerford Crewe (1814 – 1874), mit der er vier Kinder, von denen der älteste Sohn tot zur Welt kam, hatte.
Milnes wurde am 20. August 1863 den Titel des Baron Houghton verliehen. Daher war er von diesem Zeitpunkt an Mitglied des House of Lords und übte in den folgenden Jahren eine Reihe von gesellschaftlichen Positionen aus. So war er unter anderem ab 1878 bis zu seinem Tod als Sekretär für die Korrespondenz mit dem Ausland (“secretary for foreign correspondence”) der Royal Academy of Arts tätig, war Treuhänder (“trustee”) sowohl des Britischen Museums als auch der Royal Geographical Society und wurde 1881 Nachfolger von Thomas Carlyle als Leiter der London Library.
1885 starb er in einem Hotel im französischen Vichy an Angina pectoris und wurde zehn Tage später in England begraben. Er legte eine nicht unerhebliche Sammlung erotischer Literatur, unter der sich eine Gesamtausgabe der Werke von de Sade sowie umfangreiche Literatur zum Thema Flagellation befinden, an, die heute im Bestand der British Library zu finden ist.
Seinen Titel erbte der überlebende Sohn Robert, der ein bedeutender liberaler Politiker seiner Zeit war.

Christine Maier

Christine Maier (* 23. Mai 1965) ist eine Schweizer Journalistin und Fernsehmoderatorin.
Christine Maier absolvierte nach fünf Semestern Jus-Studium eine journalistische Ausbildung. 1987 begann sie ihre Tätigkeit beim Schweizer Fernsehen, zunächst bis 1992 als Programmansagerin, ab 1989 als Moderatorin. Von 1991 bis 1998 arbeitete sie als Redaktorin und Moderatorin verschiedener Sendungen des ZDF und des Bayerischen Rundfunks.
2001 kehrte sie als Moderatorin der Diskussionssendung Zischtigsclub zu SF 1 zurück. 2005 sprang sie während des Mutterschaftsurlaubs von Daniela Lager für ein halbes Jahr beim Nachrichtenmagazin 10vor10 ein. Nach dem Rücktritt des langjährigen Club-Chefs Ueli Heiniger 2006 übernahm sie die Redaktionsleitung der Sendung, im November 2011 moderierte sie ihre letzte Sendung für den Club. Anfang August 2011 übernahm sie bei 10vor10 die Nachfolge von Susanne Wille. Am 4. Oktober 2013 moderierte sie letztmals diese Nachrichtensendung bei Schweizer Radio und Fernsehen. Seit dem 1. November 2013 leitet sie als Chefredaktorin den SonntagsBlick. Anfang März 2016 gab Ringier bekannt, dass Christine Maier auf Anfang Mai 2016 die Leitung des SonntagsBlicks abgeben, im Bereich Bewegtbild diverse Aufgaben übernehmen, Moderatoren-Coachings durchführen und eine Gesprächsplattform für Ringier konzeptionieren werde, zu welcher auch eine regelmässig stattfindende, neue Talk-Veranstaltung gehören werde.
Des Weiteren moderierte Maier während zehn Jahren das Swiss Economic Forum (SEF). 2003 erkrankte sie an einem Melanom. Sie ist verheiratet, lebt getrennt von dem Schweizer Artisten David Dimitri und hat eine erwachsene Tochter und einen erwachsenen Sohn.

Jesse Helms

Jesse Alexander Helms, Jr. (* 18. Oktober 1921 in Monroe, North Carolina; † 4. Juli 2008 in Raleigh, North Carolina) war ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und über einen Zeitraum von 30 Jahren Mitglied des Senats der Vereinigten Staaten.

Helms war ein Absolvent der Wake Forest University.
Vom 3. Januar 1973 bis zum 3. Januar 2003 vertrat Helms North Carolina als Senator im Kongress und war sowohl in der Landwirtschafts- als auch in der Außenpolitik der USA sehr einflussreich.
Während der 97. bis zur 99. Kongresswahlperiode gehörte er dem Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft und Ernährung an. Er konnte seine Wahlkämpfe mit Hilfe großzügiger Spenden der Tabakfirmen finanzieren, die aus seinem Heimatstaat North Carolina stammten.
Helms war bekannt für seine äußerst konservative politische Orientierung. Er bezog offen und vehement Stellung und vertrat seine Positionen oft in sehr polemischer Weise, was ihm zahlreiche Kritiker einbrachte. In dem Pamphlet „When Free Men Shall Stand“ äußert er: „Utopische Slogans wie Mindestlohn, Gleichheit der Rassen, Emanzipation der Frau, allgemeine Krankenversicherung seien nur Tricks, mit denen die Menschheit von Gott entfernt werden sollen“.
Im Jahr 1987 mobilisierte Helms zusammen mit Bob Dole die Unterstützung der USA für die paramilitärische Organisation RENAMO in Mosambik. Auf seine Korrespondenz mit Boris Jelzin wird zurückgeführt, dass im Januar 1992 die Magnetbandaufzeichnungen des Flugdatenspeichers und des Cockpitsprachrekorders der 1983 über Kamtschatka von sowjetischen Jagdflugzeugen abgeschossenen Boeing 747 der Korean Airlines der ICAO für Auswertungen zur Verfügung gestellt wurden. Nach Übernahme der republikanischen Mehrheit im Senat 1994 verzögerte er außerdem die Zahlungsverpflichtungen der USA an die UNO, reduzierte den Außendienst in den Konsulaten finanziell und personell sehr stark und neigte zu einer isolationistischen Politik. Von 1995 bis 2001 und noch einmal im Jahr 2001 war er Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses im Senat. Gemeinsam mit dem Kongressabgeordneten Dan Burton war er wesentlicher Urheber des Helms-Burton Act, der das Embargo gegen Kuba verschärfte.
Helms betrieb eine offen antihomosexuelle Politik. Er war gegen das Recht auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften, sah die HIV-Infektion durch „unnatürliche Praktiken“ begründet, und bezeichnete Homosexuelle als „schwache, moralisch kranke Schufte“. Er agierte gegen die National Endowment for the Arts, einen Verein zur Kunstförderung, da dieser den homosexuellen Künstler Robert Mapplethorpe unterstützte.
Mehrfach behinderte er die politische Laufbahn Homosexueller. Als 1993 Roberta Achtenberg von Bill Clinton als Ministerialdirektorin des Bauministerium der Vereinigten Staaten berufen werden sollte, stellte sich Helms entschieden mit der Begründung dagegen, „weil sie eine verdammte Lesbe ist“. Clinton drohte er, dass er sich besser einen Bodyguard mitbringen solle, wenn er das nächste Mal North Carolina besuche. In seiner Funktion als Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses war er auch in der Lage, die Ernennung des offen schwulen James Hormel als US-Botschafter in Luxemburg zu verzögern.
Als Reaktion boykottierten viele Kunden Anfang der 1990er Jahre die ihn unterstützende Tabakfirma Philip Morris (und ihr damaliges Tochterunternehmen Kraft – so wurde außerhalb der USA auch die Schokoladenmarke Milka Ziel dieser Aktion), bis die Firma als Reaktion auf die Kritik hohe Spenden an AIDS-Hilfen leistete.
In zahlreichen Punkten stellte Helms sich gegen die Gleichberechtigung der Afroamerikaner. So stand er dem Civil Rights Act von 1964 ablehnend gegenüber, sprach sich gegen die Einführung des Martin Luther King Day aus, boykottierte den − die Wahlrechte der Schwarzen und anderer Minderheiten garantierenden − Voting Rights Act, stellte sich gegen den Besuch von schwarzen Schülern an „weißen“ Schulen (siehe Brown v. Board of Education) und gegen die Errichtung eines Museums für afroamerikanische Kultur in Washington.
Er versuchte mehrfach die Amtsernennung und Berufung von schwarzen Richtern und Politikern aus Rassengründen zu verhindern. So stimmte er gegen die Nominierung von Carol Moseley Braun, der ersten afroamerikanischen Senatorin, zur Botschafterin in Neuseeland. Den afro-amerikanischen Juristen Roger Gregory versuchte er vom Richteramt im United States Court of Appeals fernzuhalten.
Klasse 2: Johnston | Martin | Franklin | Turner | Stokes | Branch | Brown | Mangum | Reid | Bragg | Abbott | Ransom | Butler | Simmons | Bailey | Umstead | Broughton | F. Graham | Smith | Lennon | Scott | Jordan | Helms | Dole | Hagan | Tillis
Klasse 3: Hawkins | Bloodworth | Stone | Franklin | Stone | Locke | Macon | Iredell | Mangum | Strange | W. Graham | Haywood | Badger | Biggs | Clingman | Pool | Merrimon | Vance | Jarvis | Pritchard | Overman | Morrison | Reynolds | Hoey | Ervin | Morgan | East | Broyhill | Sanford | Faircloth | Edwards | Burr