Robert Roth (Ringer)

Robert Roth (* 5. Juli 1898; † 1959) war ein Schweizer Ringer und Schwinger und Olympiasieger 1920 in Antwerpen im Freistilringen im Schwergewicht.

Robert Roth stammte aus Bern. Er begann bereits als Jugendlicher mit dem Schweizer Nationalsport Schwingen. Diese Sportart ist dem olympischen Freistilringen sehr ähnlich, weil bei ihm im Gegensatz zum griechisch-römischen Ringen Beinangriffe erlaubt sind. Robert Roth und viele andere Schweizer Schwinger machten sich diese Tatsache in den 1920er und 1930er Jahren zunutze und starteten auch bei Wettbewerben im Ringen im freien Stil.
Im Jahre 1920 startete er bei den Olympischen Spielen in Antwerpen im Schwergewicht und gewann dort mit drei Siegen die Goldmedaille im freien Stil. Im Jahre 1924 war er auch bei den Olympischen Spielen in Paris am Start, konnte dort aber nur einen Sieg erzielen und erreichte den 6. Platz.
An weiteren internationalen Meisterschaften im Ringen konnte Robert Roth nicht teilnehmen, weil zu seiner Zeit im Amateurbereich im freien Stil weder Welt- und noch Europameisterschaften stattfanden.
Im Schwingen war er einer der erfolgreichsten Schweizer Sportler der 1920er Jahre. Er wurde 1919 in Langenthal und 1921 in Bern Schweizer Schwingerkönig. Das war der höchste Titel, der bei dieser Sportart zu vergeben war. Ausserdem gewann er insgesamt 29 Schwingerturniere in der Schweiz.
1904: Bernhoff Hansen | 1908: George Con O’Kelly | 1920: Robert Roth | 1924: Harry Steel | 1928: Johan Richthoff | 1932: Johan Richthoff | 1936: Kristjan Palusalu | 1948: Gyula Bóbis | 1952: Arsen Mekokischwili | 1956: Hamit Kaplan | 1960: Wilfried Dietrich | 1964: Alexander Iwanizki | 1968: Alexander Medwed | 1972: Iwan Jarygin | 1976: Iwan Jarygin | 1980: Ilja Mate | 1984: Lou Banach | 1988: Vasile Pușcașu | 1992: Leri Chabelow | 1996: Kurt Angle | 2000: Sagid Murtasalijew | 2004: Chadschimurad Gazalow | 2008: Schirwani Muradow | 2012: Jakob Varner
Liste der Olympiasieger im Ringen

Dutch Open 2014 (9-Ball)

Die Diamond Nine / Dynamic Dutch Open 2014 waren das 133. Turnier der Poolbillard-Turnierserie Euro-Tour. Sie wurden vom 1. bis 4. Oktober 2014 in Leende in den Niederlanden in der Disziplin 9-Ball ausgetragen.
Sieger des Turniers wurde der Engländer Mark Gray durch einen 9:6-Sieg im Finale gegen den Griechen Nikos Ekonomopoulos. Bester Deutscher des Turniers war Ralf Souquet, der im Achtelfinale dem Polen Wojciech Szewczyk unterlag. Mario He erreichte als bester Österreicher das Halbfinale, Albin Ouschan verlor im Sechzehntelfinale gegen Daryl Peach.
Der Deutsche Oliver Ortmann, der das zuvor letzte Euro-Tour-Turnier in den Niederlanden, die Netherlands Open 2009 gewonnen hatte, schied in der Vorrunde gegen Niels Feijen aus. Der Este Denis Grabe, der die Euro-Tour-Events 131 und 132 gewonnen hatte, schied in der Vorrunde gegen Mark Gray aus.
Ab dem Sechzehntelfinale werden die Spiele im K.-o.-System ausgetragen. Die 32 Teilnehmer dieser Runde werden im Doppel-K.-o.-System ermittelt.
1992: 1 • 2 • 3 • 4 • 5 • 6 • 1993: 7 • 8 • 9 • 10 • 11 • 1994: 12 • 13 • 14 • 15 • 16 • 17 • 18 • 19 • 20 • 1995: 21 • 22 • 23 • 24 • 1996: 25 • 26 • 27 • 28 • 29 • 30 1998: 31 • 32 • 33 • 34 • 35 • 1999: 36 • 37 • 38 • 39 • 40 • 41 • 2000: 42 • 43 • 44 • 45 • 46 • 47 • 2001: 48 • 49 • 50 • 51 • 52 • 2002: 53 • 54 • 55 • 56 • 57 2003: 58 • 59 • 60 • 61 • 62 • 2004: 63 • 64 • 65 • 66 • 67 • 68 • 2005: 69 • 70 • 71 • 72 • 73 • 74 • 75 • 2006: 76 • 77 • 78 • 79 • 80 • 81 • 82 • 2007: 83 • 84 • 85 • 86 • 87 • 88 • 89 2008: 90 • 91 • 92 • 93 • 94 • 95 • 96 • 2009: 97 • 98 • 99 • 100 • 101 • 102 • 103 • 2010: 104 • 105 • 106 • 107 • 108 • 109 • 110 • 2011: 111 • 112 • 113 • 114 • 115 • 116 • 2012: 117 • 118 • 119 • 120 • 121 • 122 • 2013: 123 • 124 • 125 • 126 • 127 • 128 • 2014: 129 • 130 • 131 • 132 • 133 • 134 • 2015: 135 • 136 • 137 • 138 • 139 • 140 • 2016: 141 • 142 • 143 • 144 • 145
Liste der Euro-Tour-Turniere Portal:Billard

Tom Stromberg

Tom Stromberg (* 30. April 1960 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Theaterproduzent, Regisseur und Intendant.

Tom Stromberg ist Sohn des Theaterintendanten Rudolf Stromberg und der Tänzerin Gisela Stromberg. Er studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Köln und arbeitete nebenher als freier Mitarbeiter beim WDR in der Redaktion Hörspiel. Er begann 1984 als Regieassistent und Dramaturg am Staatstheater Darmstadt und wechselte zwei Jahre später als Dramaturg an das Frankfurter Theater am Turm, wo er zum Chefdramaturgen, Mitglied der Künstlerischen Leitung und dann zum Intendanten avancierte. In Frankfurt übernahm Stromberg auch gemeinsam mit Rainer Mennicken 1990 die Leitung des Festivals Experimenta 6 zum Thema „Heiner Müller“. Von 1996 bis 1998 war er künstlerischer Berater des Choreografen William Forsythe.
Ab 1996 arbeitete Stromberg als künstlerischer Leiter des Kultur- und Ereignisprogramms der Expo 2000 Hannover GmbH und war in diesem Rahmen auch Vorsitzender des Beirats des Theaterfestivals Theaterformen und Co-Direktor des Festivals Tanztheater International. Im Expo-Jahr 2000 fungierte er darüber hinaus als Produzent der Aufführung des ungekürzten Faust I und Faust II unter der Regie von Peter Stein, das bei der Expo 2000 Premiere feierte.
Er zeichnete 1997 als Kurator verantwortlich für das Theaterprogramm Theaterskizzen der Documenta X.
Von 2000 bis 2005 war Stromberg Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, das 2005 zum „Theater des Jahres“ ernannt wurde. Unter seiner Intendanz arbeiteten am Haus Regisseure wie Jan Bosse, Laurent Chétouane, Jürgen Gosch und Stefan Pucher, Schauspielerinnen und Schauspieler wie Fabian Hinrichs, Wolfram Koch, Bjarne Mädel, Joachim Meyerhoff, Caroline Peters, Christiane von Poelnitz, Wiebke Puls, Alexander Scheer, Edgar Selge, Autoren wie René Pollesch und Roland Schimmelpfennig.
Nach Ende dieser Intendanz fungierte er als Gesellschafter – zusammen mit Peter Zadek und Antje Landshoff-Ellermann – und Geschäftsführer der Theaterproduktionsgesellschaft wasihrwollt PRODUCTIONS GmbH, in deren Rahmen auch die w.i.w. AKADEMIE Brandenburg für den begabten Theaternachwuchs gegründet wurde.
Gemeinsam mit Matthias von Hartz leitete Stromberg die Impulse, das Festival der deutschsprachigen Off-Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Köln, Bochum, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr (2007 bis 2011).
Neben seinen Tätigkeiten als Intendant, Regisseur und Produzent nahm Stromberg an den Universitäten von Gießen, Mainz und Innsbruck Lehraufträge wahr. Er lehrt zurzeit als Dozent unter anderem in Berlin, in Hamburg am Institut für Kultur- und Medienmanagement, beim Weiterbildungsangebot „Theater- und Musikmanagement“ der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Theaterakademie Ludwigsburg.
Stromberg erhielt 1997 für seine Regie bei dem Hörspiel Will it be a likeness von und mit John Berger den Preis Hörspiel des Jahres. Das Deutsche Schauspielhaus wurde in der Spielzeit 2004/05 unter Strombergs Leitung zum Theater des Jahres gekürt, er selbst wurde 2005 zum „Hamburger des Jahres“ gewählt.
Stromberg war von 1995 bis 2004 Beiratsmitglied für Theater und Tanz des Goethe-Instituts. Er war als Jurymitglied tätig u. a. beim Friedrich-Schütter-Preis in Hamburg und bei den Impulsen 2002 und 2003.
Daneben war er Mitglied im Kunsthochschulbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen und gehörte dem Kuratorium der Allianz Kulturstiftung an.
Stromberg ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.