Pascal Martinot-Lagarde

Pascal Martinot-Lagarde beim DecaNation 2014
Pascal Martinot-Lagarde (* 22. September 1991 in Saint-Maur-des-Fossés) ist ein französischer Leichtathlet, der sich auf den Hürdenlauf spezialisiert hat. Mit einer Zeit von 12,95 Sekunden hält er den französischen Rekord im 110-Meter-Hürdenlauf. Sein älterer Bruder Thomas ist ebenfalls ein erfolgreicher Hürdenläufer.
2009 wurde Martinot-Lagarde französischer Juniorenmeister im 60-Meter-Hürdenlauf und Vizejuniorenmeister über 110 Meter Hürden. Bei den Junioreneuropameisterschaften in Novi Sad belegte er im 110-Meter-Hürdenlauf den vierten Rang. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 im kanadischen Moncton sicherte er sich in 13,52 Sekunden den Titel. In der Saison 2011 erzielte er verletzungsbedingt keine nennenswerten Resultate.
Das Jahr 2012 begann für Martinot-Lagarde vielversprechend. Er wurde französischer Hallenmeister über 60 Meter Hürden und gewann bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul die Bronzemedaille hinter dem US-Amerikaner Aries Merritt und dem Chinesen Liu Xiang. Im Mai warf ihn jedoch eine Oberschenkelverletzung zurück, so dass er die Qualifikation für die Europameisterschaften in Helsinki wie auch für die Olympischen Spiele in London verpasste.
2013 verteidigte Martinot-Lagarde seinen nationalen Meistertitel im 60-Meter-Hürdenlauf erfolgreich. Bei den Halleneuropameisterschaften in Göteborg wurde er Dritter hinter dem Russen Sergei Schubenkow und dem Italiener Paolo Dal Molin. Mit einer persönlichen Bestleistung von 13,41 Sekunden über 110 Meter Hürden in die Saison gestartet, steigerte er sich bis auf 13,12 Sekunden, gelaufen Anfang Juli beim Meeting Areva in Paris. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau schied er allerdings mit 13,63 Sekunden bereits im Vorlauf aus.
Auch die Saison 2014 begann für Martinot-Lagarde wieder mit starken Leistungen in der Halle. Im 60-Meter-Hürdenlauf verbesserte er sich auf 7,45 Sekunden, wurde erneut französischer Meister und gewann bei den Hallenweltmeisterschaften in Sopot die Silbermedaille hinter dem US-Amerikaner Omo Osaghae. Im Freien zeigte er sich gegenüber den Vorjahren stark verbessert. Über 110 Meter Hürden siegte er unter anderem beim Prefontaine Classic in Eugene, bei den Bislett Games in Oslo und bei der Athletissima in Lausanne. Außerdem wurde er in dieser Disziplin erstmals französischer Meister. Bei seinem Sieg beim Herculis in Monaco erzielte er eine Zeit von 12,95 Sekunden und unterbot damit den französischen Rekord von Ladji Doucouré um zwei Hundertstelsekunden. In der Folge reiste er als Favorit zu den Europameisterschaften in Zürich an, blieb dort jedoch mit dem dritten Platz in 13,29 Sekunden hinter den Erwartungen zurück. Ursprünglich war er nur Vierter geworden, rückte aber nach der Disqualifikation seines Landsmanns Dimitri Bascou auf den Bronzerang vor.

Schlafhygiene

Schlafhygiene (Hygiene von griechisch υγιεινή [τέχνη], hygieiné [téchne], „der Gesundheit zuträgliche Kunst“) ist die Nutzung bestimmter Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen, um einen gesunden, erholsamen Schlaf zu ermöglichen oder zu fördern und Schlafstörungen zu vermeiden oder zu beheben.

Verschiedene psychische und körperliche Belastungen können den Schlaf aus dem Gleichgewicht bringen. Dazu zählen auch äußere Einflüsse wie Licht, Lärm, Raumtemperatur, beengende Schlafkleidung, eine ungeeignete Matratze oder ein schlechtes Bett. Daneben können falsche Ernährung sowie Alkohol-, Nikotin- und Koffeingenuss Schlafstörungen auslösen oder bestehende Probleme verstärken. Besonders Schichtarbeiter oder Personen mit sehr unregelmäßiger Arbeitszeit entwickeln Schlafstörungen, wobei dies oft erst nach häufigen Umstellungen des Schlaf-Wach-Rhythmus über längere Zeit der Fall ist.
Bei der Suche nach den Ursachen von Schlafproblemen und geeigneten Gegenmaßnahmen ist zu beachten, dass Menschen sich darin unterscheiden, wie anfällig sie gegenüber den o. a. Störungen sind und wie viel Schlaf sie überhaupt benötigen. Man hat genug geschlafen, wenn man ausgeruht und leistungsfähig aufwacht. Auch der Versuch, länger zu schlafen als eigentlich notwendig (zum Beispiel aufgrund der Überzeugung, acht Stunden seien ein zwingendes Mindestmaß), kann auf Dauer Schlafstörungen auslösen, die sich in häufigem Erwachen oder schlechter Schlafqualität äußern. Kinder, die regelmäßig schlafen geschickt werden, obwohl sie noch nicht müde sind, gewöhnen sich an schlaffremde Aktivitäten und können später eine Tendenz zu Schlafstörungen entwickeln.
Schlafhygienische Maßnahmen sind beispielsweise die Gestaltung der Schlafumgebung, das Einüben von Schlafritualen oder Entspannungstechniken. Auch jeden Tag (auch am Wochenende) regelmäßige Aufsteh- und Ins-Bettgeh-Zeiten (max. Abweichung 30 Min) einzuhalten gehört zu den Maßnahmen: Regelmäßigkeit (nicht nur in Bezug auf die Schlafzeiten, sondern auch z. B. Essenszeiten) stellt eine notwendige Voraussetzung dafür dar, dass sich die verschiedenen biologischen Rhythmen des Körpers aufeinander abstimmen können. Die Einhaltung einer regelmäßigen Aufstehzeit ist dabei am wichtigsten, denn die Aufstehzeit ist für unsere biologischen Rhythmen der Ankerpunkt. Zudem sollten die Bettzeiten bei Schlafstörungen auf das notwendige Maß reduziert werden.
In Schlaflaboren kann ermittelt werden, ob Schlafstörungen eine medizinische Ursache haben. Die meisten Krankenkassen bieten Broschüren zur Schlafhygiene an.

Franz Wolfgang Koebner

Franz Wolfgang Koebner (Pseudonyme: Franz Wolf, Peter Harris; * 18. April 1887 in Berlin; † 1978) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Er war Chefredakteur der Zeitschriften Elegante Welt und Das Magazin sowie Herausgeber von Die Cigarette.

Franz Wolfgang Koebner entstammte einer großbürgerlichen jüdischen Familie. Sein Vater war Siegfried Ernst Koebner, der Chefredakteur der Berliner National-Zeitung, seine Mutter Schauspielerin. Franz Wolfgang Koebner pflegte von Jugend an einen eleganten Lebensstil und studierte Zeitungswissenschaft an der Universität Berlin. 1912 gehörte er zu den Mitbegründern der Frauen- und Modezeitschrift Die elegante Welt, die sich zu einem großen Verkaufserfolg entwickelte. 1913 heiratete Koebner die ungarische Sängerin Julia Nemeth. Im gleichen Jahr veröffentlichte der begeisterte Tänzer Koebner das „Tanz-Brevier“ sowie das ironische Benimm-Buch Der Gentleman.
Ab 1918 widmete sich Koebner eine Zeitlang dem Spielfilm; er verfasste Drehbücher und führte bei einigen Filmen auch Regie. Er veröffentlichte weitere Bücher zum Thema Tanz sowie mehrere Romane. 1924 gründete er mit Robert Siodmak die monatlich erscheinende Unterhaltungszeitschrift Das Magazin, deren Chefredaktion er übernahm; gleichzeitig leitete er weiterhin die Elegante Welt. Das Magazin war ebenfalls ein großer Erfolg und brachte es im Jahre 1929 auf eine Auflage von über 200.000 Exemplaren.
1931 heiratete Koebner zum zweiten Mal. Mit Beginn des Dritten Reichs erhielt er Schreibverbot und wich als Mitarbeiter an das Berliner Varietétheater Scala aus. Über Koebners Leben zwischen 1933 und 1945 liegen wenig gesicherte Informationen vor, so dass sowohl Berichte über einen angeblichen Aufenthalt in Spanien ab 1938 als auch ein Verbleiben Koebners im Deutschen Reich spekulativen Charakter haben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebte Franz Wolfgang Koebner anfangs mit seiner Familie in Schwäbisch Hall. Er organisierte Modenschauen und Revuen und leitete ab 1948 die bis 1951 erscheinende Zeitschrift Filmpost-Magazin. Koebner ließ sich in Düsseldorf nieder; 1949 erfolgte sein Versuch, die alten Erfolgstitel Elegante Welt und Das Magazin wiederaufleben zu lassen. Während Das Magazin rasch scheiterte, hatte er mit der Eleganten Welt Erfolg; die Zeitschrift erschien bis zu ihrer Vereinigung mit dem Titel Madame im Jahre 1970. 1950 war Koebner an der Gründung des ersten deutschen Herrenmagazins Er beteiligt, dessen Chefredaktion er ab 1957 übernahm.
Koebner wurde 1978, weitgehend erblindet, Opfer eines Verkehrsunfalls.